Gedanken eines Gemeindegliedes:

Überwindet den Hass - ein Ruf zur Barmherzigkeit

Ein Gastbeitrag von: R. Kermani (TeamJesus@mein.gmx)

Bedrohungen und Hass sind - auch im Internet - allgegenwärtig! Wer Zugang zum Internet hat und sich täglich umfassend informiert, erlebt, wie Hass unsere Welt verändert, die gerade aufgrund fortschreitender Globalisierung immer komplexer und unübersichtlicher wird. Die Menschen suchen Orientierung für ihr Leben, feste Maßstäbe für ihr Handeln und Halt in Zeiten der materiellen und emotionalen Not.

Viele Menschen, die Sorgen und Ängste haben und eine Identität suchen, finden schnell einen Ankerplatz in radikalen Gruppen und Vereinigungen, weil diese für alle Probleme einfach gestrickte, schnelle und vermeintlich zielführende Lösungen anbieten.

"Wer auf ihn vertraut, steht fest und sicher." (Römer 10,11). Ja, wir brauchen eine Führung, aber keinen diesseitigen despotischen Führer. Nur die Bibel ist das inspirierte Wort Gottes, der feste Grund für unsere Werte, auf dem wir unseren christlichen Glauben und unser Leben bauen.

Dies zu bejahen ist eine Sache; es im Alltag umzusetzen, ist jedoch eine andere. Doch genau das ist es, was den Unterschied in unserem Leben, in unseren christlichen Gemeinden und in unserem Land macht.

In der Gemeinde erleben wir, wie die Bibel Antworten auf die Fragen in unserem Leben gibt und wie der Glaube an die gute Nachricht von Jesus Christus uns ein sinnvolles und zielorientiertes Leben schenkt. Somit ist die Bibel für uns ethischer Maßstab für unser Handeln und für die Gestaltung unserer Beziehungen in Familie, Beruf und Gesellschaft. Nur so können wir Gottes Vaterherz entdecken.
Freude, Frieden und Liebe zu verschenken kostet nichts. Diese Gabe ist in jedem Menschen vorhanden, sie ist ein Geschenk Gottes.

Ausgrenzung, Hass und Hetze führen nicht zu einem besseren Leben für alle. Das ist die Lehre von Jesus. Der sind wir uneingeschränkt verpflichtet. Aus deren Missachtung resultierten die letzten Weltkriege. Heute sind wir schlauer. Wir können nicht sagen: Wir haben nichts gewusst!

Ein Leben nach dem Vorbild von Jesus Christus zeigt sich darin, in Liebe miteinander umzugehen und sich für Frieden und soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Jesus hat nicht einige geliebt und andere ausgeschlossen oder gar gehasst. Wir sollen unserem „Hasser“ helfen bzw. ihn gar lieben (Ex 23,5; Lev 19,17f).

Ist im Pentateuch (in den ersten fünf Büchern des Alten Testamentes) vom „Hass“ die Rede, so geht es insbesondere darum, diesen zu unterlassen, und juristische oder ethische Regelungen für ein friedliches Zusammenleben zu treffen.

Jesus sagt in der Bergpredigt: „Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig“ (Matthäus 5,22). Gott befiehlt, dass wir uns mit unserem Bruder im Herrn schnell aussöhnen sollen (Matthäus 5,23-26).

Hass ist eine „Herzenssünde“. Hasserfüllte Gedanken oder Handlungen sind in Gottes Augen Mord, für den Gerechtigkeit gefordert wird. Die Bibel trifft hierzu mehrere Feststellungen:
Gebot der Feindesliebe: Exodus 23:4-5. "Hass ist so abscheulich für Gott" (1. Johannes 2,9 & 11). Die schlimmste Situation ist die einer Person, die Religion vorgibt, aber in Feindschaft mit seinem Mitmenschen lebt. Die Heilige Schrift sagt, dass solch eine Person ein Lügner ist (1. Johannes 4,20), und sie zwar Menschen täuschen kann, aber nicht Gott.

Hass ist eine Position, die von innen zerstört. Sie produziert Bitterkeit, die sich in unsere Herzen und in den Verstand frisst. Daher sagt die Heilige Schrift, wir sollen “keine bittere Wurzel” in unserem Herzen aufwachsen lassen (Hebräer 12,15). Hass zerstört auch das persönliche Zeugnis eines Christen, weil es ihn aus der Gesellschaft von Gott und anderen Gläubigen fernhält.

Die Nöte unserer Gesellschaft sollten uns zu barmherzigem Handeln gegenüber allen Bedürftigen bewegen. Als Repräsentanten Christi sollten wir jeden Tag die uns innewohnende Großzügigkeit leben. Wir sollten hinschauen, nicht wegschauen.

Manchmal scheint es schwieriger zu sein, sich mit anderen zu freuen als mit ihnen zu klagen. Ich übe täglich, nicht den einfachen Weg zu gehen und möchte fröhlich bleiben. Hinter all dem, was wir sehen, erleben und uns Angst macht, gibt es einen liebenden Gott, dem zu vertrauen sich lohnt.

Wir tun gut daran, Menschen mit Liebe zu begegnen, auch wenn sie anderer Meinung sind. Aber wir müssen entschieden positioniert bleiben gegen jede Form von Hass. Ich hoffe, dass wir alle auf den rechten Weg geführt werden. Den Weg des Friedens, der Liebe und der Hoffnung.

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